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Bild von Barbara A Lane auf Pixabay

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seelenstille.com – Es gibt keine Tiefe ohne den Schmerz – texte&gedichte
Die Seite seelenstille.com entsteht im Zusammenhang mit der Verarbeitung kindlicher Bindungstraumata mit komplexer Traumafolge, darunter auch Kindesmissbrauch. Vielleicht inspiriert es den einen oder anderen, sich ebenfalls seinem Schmerz zu stellen.

Es ist nicht der Schmerz der uns bindet, sondern die Angst davor.

Ich habe lange den Schmerz verteufelt, bis ich herausfand, dass er in die Freiheit führt, wenn ich bereit bin ihn zu fühlen. Die Angst davor ist das, was uns hindert uns dem Schmerz zu stellen. Aber gerade das ist wichtig. Wenn wir uns dem nicht stellen, werden wir niemals frei sein. Es sei denn vielleicht, man ist Verdrängungskünstler. Das war ich so lange, bis es einfach nicht mehr ging.
Schmerz gehört zum Leben dazu. Wenn wir uns dem Schmerz verschließen, zahlen wir einen hohen Preis dafür. Wenn wir den Schmerz nicht fühlen wollen, verschließt sich das Herz.

Es gibt keine Tiefe ohne den Schmerz

Echter Schmerz wird selten gezeigt. Viele haben nicht gelernt, wie das geht. Meistens fühlen wir Leid und Mitleid, was der Ohnmacht entspringt. Fühlen wir Leid und Mitleid, fühlen wir uns als Opfer und haben wir uns selbst verlassen.

Schmerz auszudrücken und die Verantwortung für unseren Schmerz ganz und gar zu übernehmen, ihn einfach so stehen zu lassen, ist eine bewundernswerte Kunst. Wenn es geschieht, ist das wie ein Wunder. Denn dann sind wir ganz bei uns im Hier und Jetzt, dann fühlen wir uns wahrhaftig. Und das führt uns in die eigene Tiefe. Verwehren wir uns unseren Schmerz, bleiben wir an der vermeintlich sicheren Oberfläche und werden nie unsere eigene Tiefe erfahren können.

Dem Schmerz eines anderen Menschen genau mit derselben Haltung zu begegnen ist schwer und wir umso schwerer, je näher dieser Mensch uns steht und je verstrickter wir mit diesem Menschen sind. Wenn es dennoch geschieht, ist es ein Geschenk. Denn dann sehen wir den anderen wahrhaftig. Wahre Begegnung geschieht nur an den Grenzen der Menschen. Überschreiten wir diese, kann niemals eine Begegnung geschehen. Stehen wir zu nah vor Etwas, können wir es nicht mehr sehen.

Loslassen geht nur über Akzeptanz

Man kann nichts loslassen, was nicht sein darf. Wie soll das gehen? Was lässt man dann los?
„Das was ist, darf sein und das was sein darf, kann man loslassen“
Um Etwas loszulassen muss man es erst gänzlich annehmen. So (einfach) ist das.

Jeder Schmerz ist es wert beachtet zu werden

Es erfordert viel Mut, diesen Weg zu gehen und es hat lange gedauert, bis ich in der Lage war, meiner Angst in die Augen zu sehen. Und noch viel länger, Worte für meinen Schmerz zu finden.
Jetzt da ich Worte gefunden habe, möchte ich sie hier auf seelenstille.com – texte&gedichte festhalten und teilen. Und vielleicht anderen, die noch stumm sind Mut machen, einen Weg zu suchen, sich auszudrücken.
Egal wie, teilt euren Schmerz. Weil es dann leichter wird. Auch wenn es anfangs nicht so erscheint.
„Wahrheit heilt“

Lesen auf eigene Gefahr:

Es gibt Texte&Gedichte, die Trauma antriggern können, besonderes im Bereich Kindesmissbrauch. Ihr entscheidet, was ihr lesen möchtet.

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03.06.2020 buddha-1473659-pixabayseelenstille.com – Es gibt keine Tiefe ohne den Schmerz