Unschuld

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Bild von Goran Horvat auf Pixabay

Achtung Trigger!

Rosige Haut, zartes Gesicht.
Augen so seelenvoll, wer mag das nicht?

Betörende Unschuld, schwer zu ertragen.
Hast noch das, was ich nicht mehr habe.

Ach könnte ich doch nur wieder bekommen,
was die Zeit und das Leben mir hat genommen.

Unberührte Reinheit lässt mich verzweifeln.
Erregte Gedanken lasse ich einfach schweifen.

Dein Charme so frisch und voller Lebenslust pur.
Ach lass mich dich doch kurz halten nur.

Voller Vertrauen lächelst du mir ins Gesicht.
Denn was ich so fühle, das ahnst du nicht.

Meine Säfte erwachen, seist du auch noch so klein.
Wie gerne würde ich der Erste sein.

Meine versteckten Blicke sprechen Bände.
Ich bin wie Wachs in deinen Händen.

Reinheit und Unschuld, ist was ich mir ersehne.
Wie wäre es, wenn ich es mir einfach von dir nehme?

Betöre mich, verführe mich.
Mein Feuer, es brennt; zerfrisst mich innerlich.

Verborgen muss bleiben, was ich empfinde.
Bin ich doch erwachsen und du das Kinde.

Ein Moment der Schwäche, was kann schon geschehen.
Wirst mir nie mehr unschuldig in die Augen sehen.

Geschrieben aus der Sicht des Täters. Dieses Gedicht provoziert und polarisiert.

buddha-1473659-pixabay13.04.2020 / seelenstille.com – texte&gedichte