
Zwischen dem Alles der Geburt und dem Nichts des Todes
sind wir gefangen im mittelmäßigen Dasein unserer Existenz.
Fast alle von uns werden vergessen.
Erinnerungen verblassen, verwehen wie Nebelfetzen im Wind.
Trauernde Seufzer aus tiefer Brust entlassen,
über die Unerbittlichkeit des unaufhaltsamen Rieseln des Stundenglases.
Frustrierter Lebenskampf, am besten gegeneinander.
Bloß nicht Fühlen, das nahende alles verschlingende Nichts.
Nur an wenige werden wir uns erinnern.
An die Großen längst vergangener und noch kommender Zeiten.
Sie haben sich ein Denkmal gesetzt, oder wurden von uns dorthin erhoben.
Den wenigsten wird dieses Glück zuteil.
Der Rest wird im Strudel der Zeit verschwinden.
Leben, die im Sande verrinnen, wie klägliche Rinnsale mühsam aufgefangenen Regens.
Verteufelter Verstand, der uns zwingt zu reflektieren
und einen Sinn zu suchen, wo keiner ist und niemals war.
Selig jene, die es verstehen, ihrem Leben Bedeutung zu geben.
19.06.2020 seelenstille.com – texte&gedichte